Digitalisierung & Smart City

Modellprojekt “Digitale Einkaufsstadt Bayern”

Modellprojekt “Digitale Einkaufsstadt Bayern”

Um den Einzelhandel und die Kommunen bei der herausfordernden Aufgabe der Digitalisierung zu unterstützen, hat das Bayerische Wirtschaftsministerium 2015 das Modellprojekt “Digitale Einkaufsstadt” initiiert. Von 36 Kommunen, die sich 2015 für das Projekt beworben haben, wurden Coburg, Günzburg und Pfaffenhofen an der Ilm ausgewählt. Die #cima durfte das Modellprojekt leitend begleiten.

Das Internet hat die Welt und den Handel erobert. Immer mehr Konsumenten suchen dort ganz selbstverständlich nach Produkten und Dienstleistungen, um diese dann in einem Laden oder direkt online zu kaufen.

Längst sind Online- und Offline-Händler keine verschiedenen Unternehmen mehr und Konsumenten trennen Internet und Ladengeschäfte nicht mehr klar.

Die neue Realität sieht anders aus:
Käufer recherchieren online, in welchen Laden sie gehen bzw. welchen Dienstleister sie kontaktieren. Sie nutzen das Smartphone im Laden: Nicht nur für Preisvergleiche, sondern oft auch für weitergehende Produktinformationen.
Oder sie gehen abends nach dem Ladenbesuch nochmals mit dem Tablet online, um ihren Kauf mit Freunden in sozialen Netzwerken zu teilen oder die im Laden gesehenen Produkte von zu Hause online zu bestellen.

So ist das Internet gleichermaßen Chance und Herausforderung für stationäre Anbieter. Denn das Internet bringt Käufer in den Laden, es hilft, Kundenbeziehungen zu pflegen und es bietet über Markplätze und Webshop jedem Händler neue Umsatzchancen.

Im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat die cima das Projekt begleitet und die wichtigsten Erfolgsfaktoren herausgearbeitet.

Die 10 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Ihre örtliche Digitalstrategie

  1. Bündnis der Digitalisierung: Alle Institutionen müssen an einem Strang ziehen. Die finanziellen und zeitlichen Ressourcen effizient und gebündelt genutzt werden.
  2. Online-Unternehmen als Vorbilder: Von besonderer Bedeutung für den richtigen Start sind örtliche Unternehmer, die bereits erfolgreich im Online-Handel tätig sind.
  3. Professionelle Projekt- und Prozesssteuerung: So garantieren Sie eine organisierte und geordnete Strategieentwicklung und das dringend benötigte Fachwissen.
  4. Vertrauen durch ein individuelles, lokales Konzept und externe Legitimation: Die Entwicklung eines eigenen lokalen Konzeptes in mehreren Ausbaustufen ist wichtige Grundlage für Ihre erfolgreiche Digitalstrategie. Es gibt nicht die eine Standardlösung für alle.
  5. Finanzierung: Den Städten und Organisationen vor Ort muss ein ausreichend großes Budget zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Verfügung stehen. Die Abklärung aller finanziellen und personellen Rahmenbedingungen und Zuständigkeiten ist erfolgsentscheidend.
  6. Digitalmanager als „Kümmerer“ vor Ort: Um den umfangreichen Aufgaben vor Ort gerecht werden zu können, ist die Schaffung der Stelle eines Digitalmanagers („Kümmerers“) in Vollzeit ganz entscheidend.
  7. Motivation: Ein Digitalmanager muss sich immer auch als Motivator verstehen, der viel Überzeugungsarbeit leistet und die Gewerbetreibenden laufend aktiviert.
  8. Qualifikation: Investieren Sie in Fertigkeiten und Wissen Einen Schlüsselfaktor für den Erfolg stellt die Know-how-Vermittlung dar.
  9. Zielgruppen im Blick: Wesentliches Ziel der gesamten digitalen Transformation ist es, die potentiellen Kunden Ihrer Stadt dort abzuholen, wo sie gerade sind, nämlich im Internet. Befragen Sie daher Ihre Zielgruppe nach ihren
  10. Machen und kommunizieren: Arbeiten Sie immer öffentlichkeitswirksam. Nutzen Sie intensiv verschiedene Kanäle (Cross-Channeling).




Download des Abschlussberichts



Download des Leitfadens



Team Stadtretter

GEMEINSAM STANDARDS SCHAFFEN! Austauschen, adaptieren, voneinander lernen und in die gleiche Richtung gehen.

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